Idee

Idee

Idee

Bewegung als Kunstform zu wählen und ihr zu folgen, erfordert für mich die Bereitschaft zur Selbstbefragung, Umorientierung und zur permanenten Adaptierung künstlerischer Entwürfe. Den Motor hinter dieser Bereitschaft erlebe ich als existenzielle Kraft, die praktischen Konsequenzen zeitweise als prekär. Der Prozess der realen Umsetzung einer Idee und Vision mitsamt den organisatorischen, technischen und finanziellen Fragestellungen stellt eine zugleich faszinierende wie herausfordernde Praxis dar. Die Nähe oder Ferne von Sprache als Instrument der Beschreibung und Rechtfertigung zur Aktion selbst, also zum vornehmlich non-verbalen Ausdruck, befördert mich immer wieder in einen Zustand des Balanceakts. Ich erlebe ihn als einen von Neugier und Sehnsucht getriebenen Akt.

Als Künstler des Flüchtigen versuche ich einer Essenz habhaft zu werden, einer Qualität, die Bestand haben könnte. Das Ding Bewegung festmachen. Was bleibt ist die Sehnsucht nach einem Erfassenkönnen von Zeit, die einen zu neuen Annäherungen an das Greifbare drängt.