Gras

Fotos © Laurent Ziegler
Theater Odeon Wien

Gras

Gras

Eine Fotoinstallation von Georg Blaschke und Laurent Ziegler

In mehreren Serien von Aktionen mit jeweils klar bestimmtem Ausgangsszenario setzt sich der Performer Georg Blaschke dem Auge des Fotografen Laurent Ziegler aus. Der Körper mutiert zur inneren wie äußeren Landschaft, zum Boden für seriell inszenierte Überlagerungen mit organischen Substanzen, die im sinnlichen Erleben Wahrnehmungsgrenzen erfahrbar machen und formal zu Erweiterungen des Körperbildes führen. Ein intimer Tanz am Horizont von Fokus und Verschwommenheit.
Als Resultat entstehen 12 überlebensgroße, freistehende Abbildungen, die in einen installativen räumlichen Zusammenhang gesetzt werden. Hinter den Abbildungen äußerer Erscheinungsformen treten jene Schichten zutage, die sich dem ersten Blick und vertrauter Analyse entziehen. Gras lädt das Publikum dazu ein, in die suggestive Kraft der Bilder und deren spezifischer räumlicher Verortung einzutauchen und Grenzerfahrungen nachzuspüren, angehalten in der Zeit.
Die Bilder wurden in einer Serie von 12 C4-Prints in 110 × 165 cm (kaschiert, limitierte Auflage, 2013) erstellt. Für ihre Platzierung in Form von zwei beidseitig einsichtigen Triptychons wurden sechs Metallstellwände produziert. Die Installation wird dem jeweiligen Ausstellungsort angepasst und wurde bisher präsentiert bei:
ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival #30, Theater Odeon Wien
9. Burgenländische Tanztage, OHO Galerie, Offenes Haus Oberwart

„One of the greatest challenges in today’s culture, urgently necessary from a political point of view, is how to bring analytical skills to bear on the perceptual physiological lan­guage of the image, an event and not an object — constantly changing, living and growing.“
Bill Viola, Unseen Images, 1992

Dank:
Gras ist eine Produktion von M. A. P. Vienna 2013, die mit freundlicher Unterstützung von der Kulturabteilung der Stadt Wien, dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, von ImpulsTanz – Vienna International Dance 
Festival und Cyberlab realisiert wurde.
Wir bedanken uns weiters für Hilfe und Unterstützung bei Claire Granier, Agnes Prammer, Jelena Kopanja und Hannes Schoiswohl.

Technische Daten:
Die speziell für die Installation produzierten sechs Metallstellwände lassen sich je in eine Bodenplatte und eine Stehwand zerlegen und mit Hilfe von drei Personen aufstellen bzw. demontieren.
Das Gesamtgewicht einer Stehwand beträgt ca. 80 Kilogramm, die Bilder werden an diese angelehnt. Das flexible Konzept ermöglicht zudem das Anlehnen der Stehwände an vorhandene räumliche Begrenzungen wie Mauern. An diese Träger lassen sich die Bilder entsprechend dem Gesamtkonzept montieren. Für den Transport wird ein Kleinlastwagen benötigt.

Weitere Informationen: Download Ausstellungskatalog Gras